MFG – Das Magazin – Messe-Halle-Hallelujah


MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Messe-Halle-Hallelujah

Text Anne-Sophie Müllner
Ausgabe 10/2009

Don Camillo und Peppone haben gefehlt, aber sonst war alles da, was im christlichen Glaubensspektrum heute nicht fehlen darf. Eine Messe namens Gloria als Inhaltsverzeichnis dessen, was wir Kirche nennen. Dazu noch praktische Anleitungen und ein Gespräch mit Bischof Klaus Küng.

Mit Pomp und Trara wurde im Oktober erstmals die Kirchenmesse GLORIA in St. Pölten begrüßt. Als einzige Kirchenmesse im deutschsprachigen Raum lud sie katholische, evangelische und altkatholische Interessierte ins VAZ St. Pölten.
Ein beeindruckend bunter Querschnitt durch das christliche Leben machte die Messe auch für Laien interessant, obwohl sie als Fachmesse eher für die Profis gedacht war. So luden Orgelbauer und Glockengießer die Kirchen-„Betreiber“ ein, sich von den Leistungen der Firmen ein Bild zu machen. Eine „Mesner-Insel“ bot nicht nur fachlich einschlägige Schausteller, sondern auch Vernetzungs- und Meinungsaustausch. Egal ob es um die standesgemäße Einkleidung der kirchlichen Würdenträger, fesche Kerzen im klassischen Wachskunst-Flair oder nachhaltigkeitsbewusste LED-Opfertische ging.
Wer schon immer mal vorhatte das Urnengrab im Wandschrankstil jetzt doch endlich mal anzuschaffen, der konnte vor Ort die Für und Wider abwägen. Auch kindertaugliche Bibelausgaben, Literatur von A bis Z und Kirchen-Internetmarketing-Stände machten klar, dass die Kirche auch ein sehr irdisches Geschäftsfeld darstellt. Umso mehr war man bemüht dies durch einen Dialog, der in den Vordergrund tritt, abzurunden. Nicht nur an den Messeständen, auch beim „Kirchenheurigen“ der St. Pöltner Diözese wurde mitunter gesellig kommuniziert.