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MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Wir werden Meister

Text Thomas Schöpf
Ausgabe 06/2008

Seit Oktober hat St. Pölten die modernste Bowling-Halle Europas. Im Februar hat sich der Verein „STP Strike Power“ formiert. 2009 möchte Trainer Daniel Trost mit seinen Schäfchen die niederösterreichischen Landesmeisterschaften bestreiten.

Am schlimmsten ist es, wenn einer alle zehn Pins umwirft, glaubt eine „Sau“ gehabt zu haben und sich darüber mokiert, dass er nichts läuten hört. Darüber können die Spielerinnen und Spieler des ersten St. Pöltner Bowling-Vereins „STP Strike Power“ bestenfalls milde lächeln. Sie lieben ihren Sport und betreiben ihn mit Ehrgeiz. Deshalb machen sie Neulinge gerne auf die Unterschiede zwischen Kegeln und Bowling aufmerksam: Alle Neune gibt’s nicht! Es sind zehn Pins, die es mit maximal zwei Versuchen umzuwerfen gilt – und sollte es mit einem Mal gelingen, nennt man das Strike.
Deshalb ist der Spitzname von Vereinsmitglied Michael Bauer auch „Strike-Mike“, während Vize-Obmann Murat Düzel „Muri Geller“ genannt wird. „Er spielt mit mehr Gefühl. Bei ihm macht der Ball einen schönen ‚Curve’ wie es im Bowling heißt“, attestiert Obmann Daniel „Trosti“ Trost. Kollege Bauer hingegen spiele mit Power. „Aber beim Muri glaubt man, der Uri Geller steckt dahinter!“, löst Trost das Rätsel um Düzels magischen Spitznamen.
Dazu muss man wissen, dass beim Bowling die Bahnen ja die ersten 35 bis 40 Fuß mit einem Ölfilm überzogen sind, der keilförmig endet. Muri Geller wirft den Ball mit seinem linken Pratzerl zum linken Rand hin. Sobald der Ball Grip bekommt, dreht er sich in perfektem Winkel zu den Pins hinein. Strike-Mike hingegen bevorzugt eine direktere Linie. „Beides kann zum Erfolg führen“, so Trost, der im Verein auch als Trainer fungiert. Der 25-jährige „Wahl-St. Pöltner“ hat den anderen schon einige Jahre an Erfahrung voraus, spielte früher in Purgstall. Gleich vier Bälle besitzt Trosti: „Die sind alle auf mich abgestimmt und für jeweils unterschiedliche Bahnen geeignet!“
Bahn ist nicht gleich Bahn. Deshalb läuft derselbe Ball in St. Pölten etwas anders als etwa in Purgstall. Bei einem Vergleichskampf gegen einen anderen Klub könne man deshalb durchaus von Heimvorteil sprechen. Und 2009 sollen die Spiele beginnen! „Landesmeisterschaften sind unser Ziel. Der Meistertitel unsere Vision“, verrät Trost. Vier Klubs sind dafür vonnöten. Trost bastelt mit dem Präsidenten des NÖ-Landesverbandes Jürgen Maxa daran. Zwei Vereine aus Wr. Neustadt und je einer aus Purgstall und eben St. Pölten werden teilnehmen. „Die Wr. Neustädter spielen derzeit noch beim steirischen Verband mit, die Purgstaller beim oberösterreichischen.“ Ein Team mit vier Damen und ein Team mit fünf Herren werden jeweils benötigt. Für STP Strike Power kein Problem. 16 Mitglieder hat der Verein schon. Interessierte sind herzlich willkommen. „Der Spaß steht bei uns im Vordergrund. Wir haben aber schon auch sportliche Ambitionen“, stellt Trost klar. Deshalb gibt es für Neue eine rund zweimonatige Probezeit. Leute, die nur billig bowlen wollen, sind im Verein fehl am Platz. Gelegentlich kommen sogar die Bowling-Europameister Thomas Tybl und Thomas Gross auf Stippvisite ins NXP Bowling Center und stehen dem STP Strike Power-Team mit Rat und Tat zur Seite. Mit Sybille Niedermayer hat der Klub auch eine eigene Jugend-Referentin. Ihre Schwester Verena kümmert sich um Menschen mit Behinderungen. Sportlich Ambitionierte können sich der STP Strike Power gerne anschließen. Kontakt: office@stp-strikepower.at
www.STP-strikepower.at