MFG – Das Magazin – Schlusslicht aelium caetium


MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Schlusslicht aelium caetium?

Text Dietmar "Hasi" Haslinger
Ausgabe 10/2007

St.Pölten nur vor Eisenstadt, warum?
Weil Entscheidungsträger abgehoben und selbstzufrieden „mir san supa” proklamieren, und sich „mitten in Europa” völlig überschätzen.Wie sonst ist es zu erklären, dass die neue, medial gefeierte „Plattform St.Pölten” in zwei Jahren nicht einmal einen Furz in der Innenstadt gelassen hat und die vom Magistrat beauftragte Werbeagentur behauptet, St.Pölten würde kein ähnliches Ereignis wie z. B. die Linzer Klangwolke benötigen. Ohne Klangwolke wäre vermutlich Linz ranking-Letzte, denn nur die Klangwolke hat alle anderen Aktivitäten der letzten 20 Jahre in Linz ausgelöst. Altbackene, provinzielle und fragwürdige Dinge wie ein Bummelzug als „Touristenattraktion”, ein laues Stadtfest als „Publikumsmagnet”, sperrige Riesenbusse mit sechs Passagieren mitten in der engen Kernzone, ein Rathausplatz als permanentes Aufmarsch-Gelände SPÖ-naher Institutionen, ein liebloser Weihnachtsmarkt und all diese Dinge verdienen eben nur einen vorletzten Platz. Daran ändert weder die existierende Wohn-Qualität, noch ein neues Einkaufszentrum etwas.  Zu einer spannenden Urbanität gehört viel mehr! Wir haben leider den seit 40 Jahren vorherrschenden „Bratwurst-Horizont” noch nicht überschritten, und solange die Stadt nicht den Mut besitzt, Menschen mit wirklichen Visionen, die nicht im Parteien-Filz verstrickt sind, ans Ruder zu lassen, wird’s bei „Freindschoft” bleiben.