MFG – Das Magazin – Melting Pot: Kein Kiss Kostüm aus Latex


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St. Pöltens gute Seite

Melting Pot: Kein Kiss Kostüm aus Latex

Text Gabriele Leitner
Ausgabe 12/2010

Wie die Siegerband des diesjährigen Melting Pot IX Votings wohl heißt? Auf das sind natürlich alle gespannt. Vor allem die Teilnehmer selber warten schon neugierig darauf, die Botschaft entgegenzunehmen. Heuer heißt es unter anderem Vorhang auf für Lilly@theFields.

Die Youngstars, die es erst etwa ein halbes Jahr als Band gibt, wurden von ihren Fans auf Platz eins gevotet und sind somit live dabei beim Melting Pot IX. Was hinter dem Namen Lilly@theFields steckt, ist einfach erklärt: Julia, Basti, Pascal, Alexander „Hagi“ und Michi kommen aus dem Bezirk Lilienfeld, und „um den Namen das gewisse Etwas zu verleihen und vom klassischen ‚and the’ abzukommen, einigten wir uns einfach auf das @-Zeichen“, erklärt Pascal, der erst seit zwei Jahren Gitarre lernt, laut seiner Bandkollegen aber schon beinahe ein Vollprofi ist.
Lilly@theFields gibt es erst seit gut drei Monaten abseits der Schule. „Auf den Geschmack  gebracht und gefördert hat uns unser Lehrer Herr Schmutzer“, erzählt Julia, und um vom Klischee „Schulband in der Garage“ abzukommen, beschlossen die fünf sich selbst ans Werk zu machen.

Engel-Bar
Der erste Auftritt  war gleich ein voller Erfolg: Beim Band Contest in St.Veit gewannen sie eine Studioaufnahme und konnten dort ihre neue Single „Concrete“, die sie demnächst auch über itunes herausbringen wollen, aufnehmen. Neben diversen Veranstaltungen spielen sie gerne live in ihrem Stammlokal „Engel-Bar“. Warum die fünf überhaupt so gerne Musik machen? „Es macht einfach Spaß, wenn unsere Musik bei den Leuten gut ankommt, egal ob es nur fünf oder 200 sind“, so Gitarist Hagi.

Schwarzfahrer
Lilly@theFields spezialisiert sich nicht auf ein bestimmtes Musikgenre. Laut Bassist Basti, der außerhalb der Band auch  Piano und Kontrabass spielt, nehmen sie die besten Elemente aus Pop, Rock aber auch Blues und Jazz, um den perfekten Sound zu kreieren. Die Liedtexte werden nicht gecovert, sondern selbst geschrieben. „Meistens nehmen wir Erlebnisse aus unserem Alltag als Basis und basteln dann gemeinsam einen Song “, erklärt Pascal, von dem die meisten Ideen kommen. Er sorgte auch zuletzt durch sein „Schwarzfahren“ im Zug für neuen Gesangsstoff.
Drei der fünf Bandmitglieder stecken gerade mitten in den Vorbereitungen auf die Matura und geben zu: „Es ist oft nicht leicht, alles unter einem Hut zu bringen, wenn man vor Auftritten zwei bis dreimal die Woche proben möchte.“ Geprobt wird übrigens nicht, wie man sich das vielleicht vorstellt, in Papas Garage, sondern in der Kreativschule der Gemeinde Hohenberg. 

Die Zukunft
Die Angst, dass nach dem Schulabschluss jeder seiner eigenen Weg geht, plagt die Musiker nicht. „Es klingt zwar blöd, aber wir sind dabei eine Familie zu werden“. Und wie es in jeder Familie so ist, hat „Bandmama“ Julia ihre Jungs toll im Griff, „denn sie sind handzam und meistens keine Zicken“, meint sie verschmitzt.

Melting Pot als Sprungbrett
Warum Lilly@the fields bei Melting Pot IX unbedingt dabei sein wollen, erklärt Michi ganz einfach: „Wir erlebten in so kurzer Zeit einen tollen Aufschwung. Beim Melting Pot wollen wir unseren Bekanntheitsgrad weiter steigern. Außerdem ist die Atmosphäre bei so einer großen Veranstaltung toll!“ Die Vorbereitungen für Melting Pot IX laufen bereits auf Hochtouren. Michi verkündet zwar enttäuscht „Es wird kein Kiss Kostüm mit Latex geben“, aber Pascal verspricht: „Es wird eine Show!“  Infos zum Thema:
Am 18. Dezember rockt der MELTING POT IX bereits zum neunten Mal das VAZ.

Da Geschmäcke ja bekanntlich verschieden sind, werden auf vier Floors Live Bands und DJs verschiedenster Musikrichtungen wie Alternative, Punk, Rock, House, Reggae, Trash, Indie aber auch Party Classics sowie Soul, Blues, Rock`n`Roll, Funk, Drum`n Bass, Minimal, Techno, Trance und Pop für Partylaune sorgen. Für die etwas ältere, aber doch noch partywütige Generation gibt es wieder die altbewährte Seniorlounge (mit DJ Schratti, Hubsi, Pauli, Manshee, Reverend und Marty McFly), wo alle über 20 herzlich willkommen sind.
Nicht nur die Partygäste möchte man durch gute Stimmung und ein tolles Line up bei Laune halten, auch die Nachwuchstalente selber sollen nicht zu kurz kommen. Das wird keinen Falls passieren, denn beim diesjährigen Bandcontest kann man als Musiker ganz schön abräumen. Jene Live Band, die die Fachjury davon überzeugt, dass SIE die Stars von Morgen sind, bekommt als Belohnung eine professionelle Single Produktion in den Rocket Studios im Wert von 1.000 Euro! Dieses exklusive Package beinhaltet neben der Aufnahmenbesprechung zwei Aufnahmetage sowie einen Mixing Tag.
Damit ist es aber noch lange nicht getan, denn das Motto ist „Gleiche Chance für alle“. Deshalb gibt es  für alle teilnehmenden Künstler obendrein die einmalige Chance sich in einer eigenen Fachjury-Bewertung für das BEATPATRO Festival 2011 zu qualifizieren.

Sprungbrett
Neben den tollen Gewinnen animiert v.a. die Tatsache dass Melting Pot mittlerweile zu Niederösterreichs größten Nachwuchsförderungsprojekten gehört, zum Mitmachen. Jedes Jahr melden sich zahlreiche Nachwuchsmusiker an. Heuer haben insgesamt 13 Live Bands und 23 DJs um den Einzug gereittert. Einzeln betrachtet  haben 106 Musikern teilgenommen.

Vom 25. Oktober bis 28. November hatten die Fans die Möglichkeit selbst zu bestimmen wer ihnen beim diesjährigen Melting Pot auf der Bühne kräftig einheizen darf. MFG darf euch exklusiv die heurigen Teilnehmer präsentieren:
LIVE BAND
1. Lily@theFields
2. homebusiness and the body
3. Local (fucking) Splendid
 
ALTERNATIVE DJ
1. Neon Bible Vs Rian Brightside
2. Super Smashed Brothers
3. Funky Brothers

BEATS & REGGAE DJ

1. W.o.W
2. Don Dada Nation
3. NeonBible
4. mi:kesh
5. dj Kingolicious
 
VISUALS

1. Cinema Paradisco