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St. Pöltens gute Seite

Michael Müllner

Michael Müllner
Chefredakteur-Stellvertreter
Der Unbestechliche. Kritischer Geist mit Tiefgang. Journalismus ist bei ihm nicht nur Handwerk, sondern Berufung – und beides beherrscht er auf höchstem Niveau. Hat den Blick immer auf den größeren Zusammenhang gerichtet und lässt sich nicht vom Kleingeist ins Ungewisse hinunterziehen oder gar mit Floskeln abspeisen – stattdessen deckt er diese schonungslos auf. Geht den Sachen auf den Grund, mit Gefühl für Gerechtigkeit und Menschlichkeit.

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Hamsterrad

Was hätten wir gelacht, wenn uns jemand im Februar vorausgesagt hätte, was wir im März erleben würden? Undenkbar. Im April waren wir dann hoffnungsvoll, im Mai dankbar, immerhin wurde dem Alltag etwas Normalität „ermöglicht“. Nun ist Herbst und wir finden fast schon normal, was eigentlich ein unmöglicher Sommer war. Wir Menschen passen uns an neue Umweltbedingungen eben geschickt an.
Wir Österreicher sind darin sogar Meister. Dank „Eigentlich“ schauen wir schon, dann sehen  ...


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Stolz und Vorurteil

Der Juni steht weltweit im Zeichen der LGBTIQ-Community, einer zunehmend breiten Bevölkerungsgruppe, der sich bi- und homosexuelle, ebenso wie intersexuelle und transsexuelle Menschen zugehörig fühlen. Das, was im Englischen mit dem Ausdruck als „queer“ einen Bogen spannt, würde sich ins Deutsche wohl am besten als positiv gemeintes „Anderssein“ übersetzen lassen. Und diese positive Grundhaltung steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Dass man sich nicht schämen muss, für sich  ...


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Chinesischer Fluch

Mögest du in interessanten Zeiten leben. Dieses Sprichwort wird als „Chinesischer Fluch“ bezeichnet. Passend, denkt man an die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Fluch, der in St. Pöltens 8.000 Kilometer entfernten Partnerstadt Wuhan seinen Ausgang nahm, lässt die Welt den Atem anhalten.
Unsere Welt ist vernetzt, die Menschheit ein einziger Organismus. Auch wenn wir nur lokal handeln können, sollten wir dennoch global denken. Denn Abschottung und Isolation führte schon vor  ...


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Better safe than sorry

Stell dir vor: Nach einem Verkehrsunfall wachst du im Bett eines Krankenhauses auf. Irgendwann stehst du auf und siehst dich um. Weit und breit kein Mensch. Du stellst fest: Irgendwas Unmögliches ist passiert! Aus Menschen wurden Zombies. So beginnt die Kult-Fernsehserie „The Walking Dead“. Sie erzählt seit Jahren von einer Welt, in der die Menschen lernen zu überleben, nachdem alles zusammengebrochen ist, das für uns heute alltäglich und selbstverständlich ist. Ein seltsamer Virus  ...


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Einstellungssache

Nach dem Freispruch durch die Wähler an der Wahlurne der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2016 hat nun auch die Staatsanwaltschaft kein Problem damit, wie im St. Pöltner Rathaus die SWAP-Causa abgewickelt wurde. Das 2016 ins Rollen gebrachte Ermittlungsverfahren gegen Bürgermeister Matthias Stadler und den ehemaligen, mittlerweile pensionierten Leiter der Finanzverwaltung wurde im Februar 2020 eingestellt.
Wir werfen einen Blick zurück auf die Entwicklung einer Geschichte, an der wir  ...


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St. Pöltner Koma

Die Bundespolitik switcht derzeit zwischen atemberaubendem Krimi und verkorkster Love-Story. Wer geht in den Häfen? Wer landet mit wem im Ehebett? Spannung ist täglich garantiert. Dagegen liegt St. Pölten im Koma.
St. Pöltner denken dabei an das Rathaus, in dem die politische Opposition in Anerkennung ihrer realpolitischen Bedeutungslosigkeit angesichts der ausgebauten SPÖ/Stadler-Absoluten jeden Widerstand aufgegeben hat. Was bleibt, ist die sanfte Stimulation der eigenen  ...


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Docfinder

In der „Krone“ berichtet Robert Artmann, er sei der einzige Kassenarzt im Einzugsgebiet zwischen Krems, Wien, St. Aegyd und Melk. Seine Ordination läuft am Limit, neue Patienten nimmt er nur im Ausnahmefall auf. Artmann hat einen Kassenvertrag, das heißt, man zahlt bei ihm nichts für den Ordinationsbesuch. Der Arzt rechnet mit der Krankenkasse ab, diese finanziert sich aus dem Gesundheitswesen. Das klassische Modell in Österreich, das aber zunehmend unter Druck gerät, denn die  ...


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Morgen ist 2024

In diesen Tagen entscheidet sich, wer am 29. September zu lachen hat. Mit der Nationalratswahl entscheiden wir, wer in den nächsten fünf Jahren in unserem Land die Macht hat. Vorrangig geht es dabei um Gesetze. Also darum, welche Politik gemacht wird und nach welchen Regeln unsere Gesellschaft funktionieren soll. Wem Bildung, Ökologie, Wirtschaft, Sicherheit wichtig sind, dem muss wichtig sein, wer hier gestalten wird.
Nachrangig geht es bei der Wahl um die Frage, welche Regierung sich  ...


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Alles auf Schwarz?

Das Wesen einer Wahl ist eigentlich, dass man sich zwischen etwas entscheiden kann. Zwischen Pasta und Huhn im Flugzeug. Zwischen Schokolade und Vanille am Eisstand. Und zwischen verschiedenen Parteien am Stimmzettel. Doch es geht auch anders. Als letzten Oktober 15.369 Landesbedienstete ihre Landespersonalvertretung wählten, stand nur eine Fraktion am Stimmzettel. Mangels Konkurrenz sicherte sich in Folge die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) des ÖVP-Arbeitnehmerbundes (ÖAAB) alle  ...


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Amnesia

Meine Maturareise ging nach Ibiza. Sie wissen, wo das jetzt endet. Wir hatten damals viel Spaß und feierten – wohl auch ob der Tatsache, dass sich unser aller Leben in naher Zukunft auf den Kopf stellen würde. Wir waren miteinander vertraut. Kein Wunder, wir saßen ja auch seit Jahren an sechs Tagen die Woche im gleichen Raum. Dennoch hat sich keiner von uns im größten Rausch so benommen, dass wir ihn nicht wiedererkannt hätten, dass wir ihm nicht mehr in die Augen hätten sehen können.  ...