MFG – Team


MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Johannes Reichl

Johannes Reichl
Chefredakteur
Das Herz. Zwar muss er in der Redaktion auch als Gehirn herhalten, doch seine wiederkehrende Vergesslichkeit alltäglicher Sachen würde wohl manche schmunzeln lassen. Also lieber: das Herz. Weil "das MFG" ohne ihn undenkbar ist. Weil er alle und jeden kennt und immer und überall mit Leidenschaft und Herzlichkeit überzeugt, weil uns seine ehrliche Freude am gemeinsamen Schaffen täglich beeindruckt. Egal welches Thema, egal welcher Gesprächspartner - nichts bleibt ihm verschlossen. Beseelt vom Hinterfragen und Erzählen liefert er uns sodann mit jeder Zeile ein spannendes Stück dieser vielfältigen Welt.

Foto Hermann Rauschmayr

Impfgegner

Als ich meinen Kollegen Anfang April ersuchte, doch ein Foto vom Passauer Wolf mit Maske zu machen, war Corona noch relativ „frisch“ und die tatsächlichen Folgen nicht absehbar (was sie nebstbei bis heute nicht sind), wenngleich mulmig vorstellbar. Ich erinnere mich an fast entrische Momente zu jener Zeit. Meinen Freunden schickte ich etwa Fotos aus dem völlig verwaisten Traisenpark, Montag, 15 Uhr! Und die Straßen waren wie leergefegt. Alles wirkte surreal, als wäre man in einen  ...


Foto Josef Vorlaufer

Bürgermeister Matthias Stadler - „Wir sind gut aufgestellt!“

Es duftet nach frischgebackener Pizza, der Pinot Grigio ist eisgekühlt, der Abend lau – alles scheint perfekt, wenn wir nicht über die weniger perfekten, denn mehr herausfordernden letzten Wochen plaudern würden.

Wenn Sie auf März zurückblicken – was war anfangs die größte Herausforderung für die Stadt?
Seitens des Bundes wurde groß versprochen, dass der Ankauf von Masken, Handschuhen, Schutzanzügen etc. über einen zentralen Einkauf passiert – die Wahrheit  ...


Foto Matthias Köstler

Univ.-Prof. Dr. mult. Anton Burger - „Das Leid kann ja nicht das Letzte sein!“

Immerhin hat der St. Pöltner mit Lehrstuhl an der Universität Eichstätt-Ingolstadt neben Betriebswirtschaft auch Jus und Theologie studiert und sich in seinem Ouevre immer über den rein wirtschaftlichen Tellerrand hinausgewagt. Wir sprachen mit ihm, was Corona mit uns macht, warum unser Wirtschaftssystem offensichlich einer kritischen Auseinandersetzung bedarf, welche Rolle Wissenschaft spielt und wie wir in all dem Chaos und der Angst vielleicht dennoch Sinn im Leben finden  ...


Foto Privatarchiv Nasko

Siegfried Nasko - Auf der Suche nach Babaji

Nachvollziehbar ist das allemal, denn wie es halt so ist mit der „Wahrheit“ und der Wahrnehmung – auf ein und dieselbe Sache kann man bekanntlich unterschiedlich blicken, kann sie unterschiedlich erfahren haben und sich demnach auch unterschiedlich daran erinnern. Was dann letztlich als – idealtypisch – „Wahrheit“ herausdestilliert wird oder eher als Lüge empfunden wird, lässt sich nie vollends klären und so sind Lebenserinnerungen immer, wie es schon weiland der gute alte  ...


Foto Hermann Rauschmayr

Corona

Ich gestehe, ich habe lange überlegt, ob ich über das Corona-Virus schreiben soll – wem hilft schon der 100. Kommentar zu einem Thema, zu dem eh scheinbar schon alles gesagt ist. Und ja, das stimmt wahrscheinlich, nur gesagt heißt ja noch nicht gehört, verarbeitet, in den Gehirnwindungen angekommen. Denn tatsächlich muss man in zunehmendem Maße gegen eine um sich greifende Paranoia anschreiben, vor der man auch selbst nicht gefeit ist.
Wenn etwa alle Veranstaltungen über 100  ...


Foto Matthias Köstler

Bernhard Wurzer - Kapitän auf der Titanic?

Freitagabend, 18 Uhr. Mein Handy klingelt: „Ich bin jetzt am Weg nach Hause“, lässt mich Bernhard Wurzer, Generaldirektor der ÖGK, wissen.  Eine Stunde später sitzen wir im „Wellenstein“, umringt von lauter Liebespärchen – es ist Valentinstag! Statt Candlelight gibt’s in unserem Fall freilich nur einen schnöden Interviewtermin, wobei ein bisschen „Liebe“ dem Herrn Generaldirektor ganz gut tun würde, immerhin erntet er nicht selten das glatte Gegenteil davon, jede  ...


Foto Karl Lahmer

Caritasdirektor Hannes Ziselsberger - Wenn wir Not sehen, handeln wir

Nach kurzem Laufen auf der Leerscheibe verstehe ich den sozialen Wink mit dem Zaunpfahl und zücke mein Telefon. „Ja klar, können wir.“ Ich tippe die Spendennummer +43 664 6603333 ein und gebe das Kennwort: KIND ein, doch bevor ich abschicke, fällt Ziselsberger ein, dass das SMS-Spenden nicht bei Firmenhandys funktioniert. Ich muss die gute Tat also aufschieben – definitiv nicht die Herangehensweise der Caritas, deren DNA auf rasche Hilfe gepolt ist oder, wie es Ziselsberger formuliert:  ...


Foto Matthias Köstler

Die Ruhe nach dem Sturm

Es geht uns gut, wir sind wieder voller Energie nach – zugegeben – einer harten Phase mit einigermaßen Wut im Bauch“, räumt Albrecht Großberger, nach dem Abgang Michael Duschers interimistischer operativer Geschäftsführer der NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH, eingangs des Gespräches ein. Die „Wut“ hatte man vor allem aufgrund der Jury-Entscheidung. „Es gibt sechs ganz klare Kriterien, nach denen die Jury zu beurteilen hat – und zwar nur nach diesen sechs – das  ...


Foto Hermann Rauschmayr

Und jetzt?

Kennen Sie diese Szene aus „Sissi“ (passt ja bestens), in der der junge Franzl beim Ball einen Strauß Rosen nicht der schon vorfreudig die Arme öffnenden älteren Schwester Néné in die Hände drückt, sondern der jüngeren Sissi? Genau das haben die jetzt mit uns gemacht bei der Bekanntgabe zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 im Bundeskanzleramt. Zunächst glaubte ich ja noch, ich hätte mich verhört. Wie, Bad Ischl?! Bad Ischl!!! Aber der Anblick der feiernden – wie sie ein  ...


Foto Alpenland

Baubeirat-Initiator NORBERT STEINER - „Das hat die Stadt nicht verdient!“

Das verstehe ich überhaupt nicht“, schüttelt Steiner den Kopf „das ist eine Verzwergung des Grundgedankens der Europäischen Kulturhauptstadt.“ Dabei waren St. Pöltens Kulturhauptstadt-Ambitionen indirekt Auslöser für Steiners Forderung nach einem Baubeirat, der seit mittlerweile fast zwei Jahren auf sich warten lässt und über den wir plaudern möchten. „Wenn der jetzt auch nicht kommt, geb ich meinen Prandtauerpreis zurück!“

Die Bewerbung zur Europäischen  ...