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St. Pöltens gute Seite

Georg Renner

Georg Renner
Kolumnist

Foto Luiza Puiu, Sebastian Reich

Ist die St. Pöltner „Stadthilfe“ gut angelegt?

GEORG RENNER
Der Wilhelmsburger arbeitet als Journalist bei der „Kleinen Zeitung“.

„St. Pölten wäre mit Corona-Förderaktion ein dankbares Studienfeld für Wirtschaftsforscher.“

Ich muss mit einem kleinen Geständnis anfangen, lieber Leser – nur zwischen uns beiden, sozusagen: So sehr ich mich gegenüber Wienern angelegentlich als prototypischer Landeshauptstädter in die Bresche haue: Ich bin gar kein St. Pöltner. Ich lebe knapp hinter der  ...


Foto Luiza Puiu

Ein neuer Bischof – was wohl die Herde dazu sagt?

GEORG RENNER
Der Wilhelmsburger arbeitet als Journalist bei der „Kleinen Zeitung“.
Ohne Transparenz wird eine Institution schwächer, nicht stärker.


Die katholische Kirche ­– meine Kirche, um das gleich gesagt zu haben – ist eine feudale Organisation. Sämtliche Entscheidungen werden hier an der Spitze getroffen – der Papst legt fest, was die Lehre besagt, besetzt die vatikanischen Behörden und, vor allem, er allein ernennt Bischöfe.  ...


Foto Luiza Puiu

KOPFTUCHVERBOT In SCHULEN – Eine Gute IDEE?

GEORG RENNER
Der Wilhelmsburger arbeitet als Journalist bei „Addendum“.

Es gäbe genug Stoff für eine komplexe Debatte. Aber ist das die Debatte, die wir führen?

Die Debatte, ob „wir“, ob die österreichische Gesellschaft ein Kopftuchverbot in Schulen braucht, hat zwei Seiten. Eine davon ist emotional, eindimensional und an sich recht einfach zu beantworten. Die andere stellt ein kompliziertes Thema in den Raum, das man sehr, sehr  ...


Foto Luiza Puiu

Städte boomen, aber: Wieviel Wachstum braucht St. Pölten?

JAKOB WINTER Aufgewachsen in St. Pölten, emigriert nach Wien, Redakteur beim „profil“.
Stadtplanung funktioniert so langfristig, selbst politische Feinspitze bekommen kaum etwas mit.

Jeder kennt diese Bilder: Politiker, die mit einer Schaufel in den lockeren Boden stechen und dann kleine Erdhaufen in Richtung der Fotografen schupfen. Spatenstiche haben in Zeiten boomender Städte Hochkonjunktur.
Abseits der zeremoniellen Inszenierung ist  ...


Foto Hanna Partaj

Was wir uns von der nächsten Bundesregierung wünschen…

Georg Renner:
Bundespolitiker reden eher selten über regionale Themen. Fragen Sie sie doch.
„Was hat die Bundesregierung jemals für uns getan?“ Wie Monty Python werden auch wir Mittelniederösterreicher bei genauerem Hindenken feststellen, dass wir in den vergangenen Jahren ziemlich viel Zuwendung seitens der Republik erfahren haben: Der Neubau der Westbahnstrecke, die Güterzugumfahrung (mit einigen läppischen Jahren Verspätung) oder die Renovierung der  ...


Foto Luiza Puiu

DIE MAUERN NIEDER – mehr Gerechtigkeit für St. Pölten?

GEORG RENNER
Der Wilhelmsburger ist ab Juli Journalist bei „Quo vadis veritas“.

Wie eng Pragmatik und Absurdität in der Kommunalpolitik zusammenliegen.
Wenn in der Politik die Rede von „Kooperation“ zwischen zwei Ebenen ist, geht es grundsätzlich v. a. einmal um Geld. Um viel Geld meistens, aus Steuern, natürlich.
Das ist bei der „neuen Zusammenarbeit“ zwischen Land und Landeshauptstadt, die die neue Landeshauptfrau Johanna  ...


Foto Luiza Puiu

UTOPIA ST. PÖLTEN – NIEDERÖSTERREICHs HAUPTSTADT 2050

GEORG RENNER
Der Wilhelmsburger ist Redakteur des Nachrichtenportals NZZ.at

„Vor 30 Jahren dachte man noch, die Ostregion werde schrumpfen.“

„Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“ geht das geflügelte Wort – und 30 Jahre sind stadtplanerisch eine Ewigkeit. Nur zum Vergleich: 30 Jahre zurück, Ende der 1980er, gingen alle vorhandenen Prognosen davon aus, dass Wien und der Ostregion Jahrzehnte der  ...


Foto Luiza PUIU

Die Sache mit dem Sektoralen Bettelverbot – Eine Gute Idee?

Ein Bettelverbot, das klingt doch selten verführerisch: Ein Federstrich im Gemeinderat, und plötzlich verschwindet ein Ärgernis komplett aus der Innenstadt.
Und, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich ist es lästig, während des Einkaufens alle paar Schritte angebettelt zu werden; Menschen in Fetzen stören das Ortsbild der ansonsten akkurat gepflegten Fußgängerzone; viele Bettler arbeiten mit einer Mitleidsmasche, die Passanten ein schlechtes Gewissen gibt,  ...


Foto zVg

Außensicht

St. Pölten ist eigentlich schon Wien. Auch wenn der gelernte Wiener das mit großstädtischem Beißreflex mindestens ebenso vehement zurückweisen wird wie der eingefleischte St. Pöltner, der angesichts der Entwicklung in den vergangenen Jahren doch so etwas wie Heimatstolz entwickeln durfte: Zu leugnen ist kaum mehr, dass man Teil eines durchgängigen städtischen Komplexes ist.
Den größten Anteil daran hat die Verkehrsanbindung: Von St. Pölten aus ist man heute schneller im Wiener  ...