MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Klartext

Text Rosa
Ausgabe 03/2011

Neues Jahr, neues Glück heißt es ja so vielversprechend. Nun, da Rosa 2010 nicht unbedingt den besten Run hatte, und mir auch der Auftakt 2011 gründlich in Wodka ertränkt wurde, muss ich das Glück wohl diesmal mit klarem Kopf in die eigene Hand nehmen.

Habe das bereits versucht. Bin kläglich gescheitert. Am Mann.
Dass Rosa einen Hang zu Männern hat, die immer zuallererst ihr Seeleninnerstes herauskotzen um dann mitleidig, fürsorglich und umtriebigst von mir geheilt zu werden, ist eine bekannte Sache. Um diese Sorte Mann kümmere ich mich mittlerweile seit ungefähr 17 Jahren, also die Hälfte meiner Rosa-Zeit. Neu war mir jedoch jene Sorte Mann, die mich anfangs hüfteschwingend umwarb und ganz zart und heimlich liebkoste, sich dann jedoch aus purer Laune heraus, stillschweigend und eierlos ins Nirvana verzog. „Ich versteh das einfach nicht“, schluchzte und rotzte ich zum bestimmt 1.000 Mal meiner allerliebsten und allergeduldigsten Freundin Rosmarie ins Handy, “Was bitte hab ich getan – oder wahrscheinlich vielmehr nicht getan –, dass dieser Vorarlberger sich einfach nicht mehr meldet, Rosie? Und dabei ist das noch nicht mal mein Typ! Gar nicht!” Da fährt Rosa extra ins Gebirge und was macht dieser Idiot? Von seinem Recht gebrauch, nichts mehr zu tun. Rein gar nichts. An dieser Stelle sei gewarnt: Lieber G. M. und alle anderen die hier noch in diesem Jahr erwähnt werden sollen, merkt euch eines: Mann spielt nicht mit Rosa. Schon gar nicht 2011. Denn 2011 gehört mir ganz alleine. Da müsst ihr euch schon SEHR bemühen, wenn ihr ein Stück davon und Rosa abkriegen wollt.