MFG – Das Magazin – Ganz schön Grohs


MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Ganz schön Grohs

Text Johannes Reichl
Ausgabe 02/2008

Wer kennt ihn nicht – stets umtriebig, stets gut gelaunt wirbelt René Grohs (Bild rechts, Kai Weber links) seit Jahren durch die St. Pöltner Fitness-Szene. Nach 16 Jahren als Angestellter, hat er sich als Mr. Fitnice selbständig gemacht und im Tor zum Landhaus seinen „Fitnice Club“ aufgemacht.

Was auf den ersten Eindruck vielleicht ein wenig irritiert – „Fitnice“, weil so nett ist die Selbstabschinderei auch nicht immer – hat mit einem Grundkonzept zu tun, das sich durch den ganzen Betrieb zieht und mit Grund für Grohs Weg ins Unternehmertum war: „Ich wollte Fitness in gewisser Weise einfach neu definieren, meine jahrelangen Erfahrungen in was Eigenem umsetzen. Es geht mir um eine gelebte Community. Fitness ist mehr als nur Sport – bei uns soll es familiär zugehen. Jeder kann sich geben wie er möchte, nichts ist gespreizt. Man wird so genommen, wie man ist. Das spürt man einfach, wenn man die Schwelle zum Fitnice übertritt.“
Merken soll man diesen familiären Touch sowohl in der Kommunikation, als auch beim freundlichen Ambiente.
Dem ohngeachtet besticht das Fitnice, das auf über 1.300 Quadratmetern über Aerobicraum, Fitnessraum, eigenen Spinning-Raum, Sauna sowie Sportbeisl samt eigens eingeleitetem American Sport Channel besticht, natürlich durch Equipment am neuesten Stand. „Die Geräte sind Baujahr 2008, die haben wir extra anfertigen lassen. Genial ist zudem Cardiokino, das heißt, dass man jetzt via Kopfhörer auch den Ton zum Bild hat!“ Und dann wartet man noch mit Laufbändern mit integrierter Lüftung auf „die man auch auf Zitronengeschmack einstellen kann!“

Innovativ
Angebotsmäßig bietet man neben dem Aerobic-Standard zum Beispiel auch Grund- und Meisterkurse in Tabo an, außerdem hat man – dafür steht ein eigener Ring zur Verfügung – den Status einer Thaibox-Akademie, ist also als Bundesleistungszentrum eingestuft, „weil mein liebgewonnener Freund Kai Weber, mit dem ich das hier mache, österreichischer Bundes-Thaiboxtrainer ist.“ Auffallend ist zudem der Versuch einer Clusterbildung. „So haben wir für die Damen ein Nageldesignstudio sowie eines für Permanent Make-Up im Repertoire.“ Auch ein Solarium wird’s geben, zudem wird ein Sportarzt fürs gesundheitliche Wohl sorgen.

Football was my first love
An einem Thema darf man natürlich, wenn man René Grohs trifft, keinesfalls vorbei: Football. Im Büro hängen Dressen mit Originalunterschriften von NFL-Stars, sogar ein Football-Stipendium hatte Grohs einmal für die USA, blieb dann aber fitnesstechnisch in Österreich picken. Der Sport für wahre Männer ist aber seine große Leidenschaft geblieben. Heuer möchte er, „sofern es sich zeitlich ausgeht“, noch selbst als Aktiver eine Saison bei den Invaders anhängen. Als Generalmanager des Vereins ist er aber vor allem auch als Mann hinter den Kulissen wichtige Antriebsfeder, und als solcher hat er sich mit seinem Verein, der Dank neuem Sponsor nunmehr Generali St. Pölten Invaders heißt („wir freuen uns über jeden Sponsor!“), viel vor: „Wir möchten heuer die 1. Division gewinnen.“ Der Fehdehandschuh an Serienmeister Vienna Vikings ist also geworfen, wobei man aufgerüstet hat. „Heuer werden wir, was in Österreich unüblich ist, nicht nur ein paar Monate, sondern das ganze Jahr über einen amerikanischen Coach haben.“ Zudem hofft man den an sich schon ganz passablen Schnitt von bisweilen 1.000 Zuschauern am Glanzstoffplatz noch weiter in die Höhe zu schrauben. „In Kooperation mit NXP werden wir ein tolles Rahmenprogramm bieten, auch mit Bands wie etwa den Legendary Daltons, Rockabilly-Formationen etc. Ein Footballfest sozuzagen. Außerdem haben wir eigens eine Tribüne angekauft und einen Pressecontainer aufgestellt.“
Na dann bleibt nur viel Glück zu wünschen: Fürs Fintesscenter ebenso wie für die Invaders!