MFG - Das Magazin
St. Pöltens gute Seite

Alexander Eder - „Ganz normal gestört“

Text Timo Wöll
Ausgabe 09/2022

Es gelingt selten, dass sich ein Showact bei einer Firmen-Präsentation Aufmerksamkeit verschafft. Alexander Eder ist das Kunststück bei der Relaunch-Party der NÖN im Vorjahr mit Leichtigkeit gelungen. Mit seiner unverkennbar tiefen Stimme hatte er schon bei The Voice Of Germany 2018 für Furore gesorgt und ist seither mächtig auf der Überholspur, wie etwa 2,3 Millionen Follower auf TikTok oder fast 700.000 Follower auf spotify beweisen. Dieser Tage hat er seine neue Single vorgelegt (das Album erscheint 2023), am 12. November gastiert der ehemalige BORG St. Pölten Schüler im VAZ St. Pölten.

Beschreibe Alexander Eder in 3 Worten.
Ganz normal gestört – so heißt der neue Song, der am 9. September rauskommt – das passt ganz gut zu mir. (lacht)

Dein Konzert im VAZ steht ja am 12. November am Plan. Worauf freust du dich am meisten?
Für mich ist es was ganz Besonderes hier zu spielen. Ich war ja vier Jahre im BORG in St. Pölten und habe dort maturiert – und jetzt fünf Jahre später spiele ich dort ein eigenes Konzert mit meiner Band. Das ist unser offizieller Tour-Abschluss und wir haben uns ein paar Specials überlegt.

Was ist für dich das schönste an deinem Beruf?
Ganz klar LIVE zu spielen. Den Moment zu spüren und einfach im Hier und Jetzt leben. In diesen zwei Stunden auf der Bühne zählt nur der Moment. Da denke ich nicht daran, was gestern war oder morgen sein könnte. 110 % & „Flow“-Zustand. Und diesen Moment mit vielen Menschen zu teilen, zusammen erleben, das ist für mich das Größte auf der ganzen Welt!

Wie sieht eigentlich dein Alltag aus?
Ich bin kein Morgenmensch, aber Frühaufsteher. Kalte Dusche und zehn Minuten meditieren – danach kann der Tag starten. Ich sitze die meiste Zeit in meinem Tonstudio und produziere, schneide, filme Videos für Social Media. Dadurch, dass ich sehr viel poste, muss ich auch viel Content produzieren. Dann noch Songideen festhalten oder ausproduzieren, und natürlich nach wie vor proben und üben. Ich liebe wirklich alles am Musiker-Beruf. Und jeden Tag mindestens eine Stunde Sport.

Wie war die Zeit bei The Voice of Germany für dich?
Eine ganz tolle Erfahrung. Wir saßen jeden Abend – also alle Talents – zusammen im Hotel und haben Songs gesungen. Musik verbindet! Auch mit den Fantas zusammen zu arbeiten war für mich einfach ein unglaubliches Erlebnis, da ich ein riesen Fan bin!

Wie hat sich dann nach TVOG dein Leben verändert? Hat es sich verändert?
Es war echt krass, dass dieses Video meiner Blind Audition so viral ging. Ich meine auf Facebook hat es über 100 Millionen Aufrufe! Und es war ein tolles Sprungbrett und hat mir gezeigt, was ich wirklich mein ganzes Leben lang machen will. Ich habe durch The Voice mein heutiges Management kennengelernt. Und ohne Hubert und Bettina von der Agentur STARMAKER wäre ich heute sicher nicht da, wo ich bin.

Du hast ja auf TikTok 2,3 Millionen Follower! Warum bist du online so erfolgreich?
Ich denke, weil ich extremen Spaß daran habe und jeden Tag mein Bestes gebe. Das klingt vielleicht einfach, aber ich versuche wirklich jeden Tag besser zu werden. Ich pos­te jeden Tag zwei bis drei Videos, da muss man wirklich ständig neue Ideen haben und die Videoqualität muss besser werden, um die Zuschauer ständig neu zu begeistern.

Wie gehst du mit dem großen Fan-Andrang um?
Da bin ich tiefenentspannt. Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand um ein Foto fragt. Ich nehme mir wirklich immer nach Konzerten die Zeit, Fotos und Autogramme zu schreiben. Ich möchte den Leuten was zurück geben! Das kann dann bei größeren Konzerten auch wirklich länger dauern, aber das mache ich wirklich gern!

Wer kümmert sich um deine Social Media Seiten?
Ich mache alles selbst. Ich glaube, dass es so am authentischsten bleibt. Jede Nachricht, jedes Kommentar ist von mir persönlich.

In welchem Genre fühlst du dich am wohlsten?
Ich nenne mein Genre „IRGENDWIE POP“. Ich mache Musik, weil es Spaß macht, da möchte ich keine Grenzen haben. Vor allem beim Album finde ich es persönlich cool, wenn eine gewisse Vielfalt vorhanden ist und man nicht nach zwei Nummern Hören, den gesamten Album-Sound kennt.

Wo trittst du eigentlich am liebsten auf?
Wo ist nicht so wichtig, aber das wie! Am liebsten mit meiner Band. Wir sind in den letzten zweieinhalb Jahren zu einer kleinen Familie geworden.